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Call-Optionsscheine leicht erklärt 

Funktionsweise eines „Technology“-Calls

Um zu erklären, wie ein Call-Optionsschein in der Praxis funktioniert, werfen wir einen Blick auf ein Beispiel. Dieses Beispiel ist fiktiv und dient lediglich der Veranschaulichung. Es handelt sich um einen Optionsschein auf die fiktive Technology-Aktie. Die Technology-Aktie ist also der Basiswert. Bei einer Laufzeit von neun Monaten hat der Schein einen Basispreis von 340 US-Dollar und ein Bezugsverhältnis von 0,05. Das bedeutet: Ein Technology-Call bezieht auf ein Zwanzigstel einer Technology-Aktie bzw. 20 Technology-Calls beziehen sich auf eine Aktie. Der Basispreis, englisch: Strike, wird auch als Ausübungspreis bezeichnet. 

Per Definition hätte der Käufer von 20 dieser Calls eigentlich das Recht, eine Technology-Aktie zum Preis von 340 Dollar zu erwerben. Da es sich bei dieser Kaufoption allerdings um eine Option ohne physische Lieferung handelt, stehen dem Käufer des Optionsscheins keine Technology-Aktien zu, sondern ein Differenzbetrag. Konkret hat der Inhaber eines Calls Anspruch auf die Zahlung der Differenz zwischen dem Kurs des Basiswerts, also der Technology-Aktie, zum Bewertungszeitpunkt und dem Basispreis bereinigt um das Bezugsverhältnis. Der Emittent, also der Verkäufer des Optionsscheins, müsste dann diesen Differenzbetrag an den Anleger zahlen. 

Cash-Settlement statt physischer Lieferung 

Bei einem Kurs von 435 US-Dollar stünden dem Inhaber des Calls aus unserem Beispiel (435 USD – 340 USD) x 0,05 = 4,75 USD zu. Dieser Betrag wird auch als innerer Wert bezeichnet. Bei einem Technology-Kurs von 500 Dollar würde der innere Wert 8,00 Dollar betragen, bei einem Kurs der Technology-Aktie von nur 350 Dollar lediglich 0,50 Dollar. Bei einer Notiz von 340 Dollar oder darunter wäre der innere Wert null. Wäre das am Laufzeitende der Fall, würde der Optionsschein wertlos auslaufen und der Anleger einen Totalverlust erleiden. Es wird deutlich, dass aufgrund des Hebels der innere Wert des Optionsscheins deutlich stärker schwankt als der Kurs der Technology-Aktie. Wie das Beispiel zeigt, profitiert hier der Käufer des Call-Optionsscheins tendenziell von steigenden Kursen des Basiswerts.

Auch gilt es, die Währung zu beachten. Da der Optionsschein in Euro notiert, wird sein Preis in Euro umgerechnet. Bei einem Technology-Kurs von 435 Dollar und einem Euro-Dollar-Kurs von beispielsweise 1,18 Dollar würde der innere Wert rund 4,03 Euro betragen. Ein solcher Technology-Call hätte einen Preis von 7,39 Euro. Der Käufer muss also einen erheblichen Aufpreis auf den inneren Wert zahlen, den Zeitwert. Konkret beträgt der Zeitwert 7,39 Euro – 4,03 Euro = 3,36 Euro 

Innerer Wert und Zeitwert

Der Optionsscheinpreis setzt sich aus innerem Wert und Zeitwert zusammen. Der Zeitwert nimmt während der Laufzeit des Optionsscheins ab und sinkt bis zum Fälligkeitstermin auf null. Gleichzeit spiegelt der Zeitwert einen Aufpreis wider, den der Anleger für die Chance zahlt, dass der Basiswert (hier die fiktive Technology-Aktie) weiter steigt und der Optionsschein einen hohen Gewinn erzielt.

Dieser Aufpreis lässt sich auch anders ausdrücken, und zwar durch das sogenannte Aufgeld. Das Aufgeld sagt aus, um wieviel Prozent der Kauf einer Einheit des Basiswerts (hier einer Technology-Aktie) über die Option teurer wäre als beim Direkterwerb über die Börse. Im Beispiel würde der Anleger 20 Calls zu 7,39 Euro erwerben und müsste bei einer sofortigen Ausübung 340 Dollar bzw. 288,14 Euro für die Technology-Aktie zahlen, insgesamt also 435,94 Euro. Der Direkterwerb des Basiswerts würde 435 Dollar bzw. 368,64 Euro kosten. Über den Optionsschein ist der Kauf demnach rund 18,2 Prozent teurer.

Aktienoptionsschein vs. Währungsoptionsschein

Bei dem „Technology“-Call handelt es sich um einen Optionsschein auf eine einzelne Aktie. Aktien sind jedoch nicht die einzigen Basiswerte von Optionsscheinen. Die Scheine können sich auch auf andere Basiswerte (auf Englisch: Underlyings) beziehen, beispielsweise Aktienindizes, Währungspaare, Edelmetalle, andere Rohstoffe oder Zinsen.

Blicken wir in einem weiteren Beispiel auf einen Call-Optionsschein auf das EUR/USD-Währungspaar. Dieses Beispiel ist fiktiv und dient lediglich der Veranschaulichung. Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar ist der meistgehandelte Basiswert unter den Devisen. Der Optionsschein auf eine Währung soll bei einer Laufzeit von zwölf Monaten einen Basispreis von 1,15 US-Dollar und ein Bezugsverhältnis von 100 haben. Bei einem EUR/USD-Kurs von 1,216 US-Dollar beträgt der Geld-Brief-Kurs 6,76 Euro zu 6,77 Euro. Das bedeutet: Anleger müssen für den Kauf des EUR/USD-Calls 6,77 Euro zahlen, beim Verkauf bekommen sie in diesem Beispiel 6,76 Euro. Auf der anderen Seite würde der Emittent den Schein zu 6,77 Euro ausgeben und zu 6,76 Euro zurückkaufen. Die Geld-Brief-Spanne beträgt demnach 0,01 Euro bzw. 0,15%. Der Käufer setzt hier also auf steigende Kurse des Euro-Dollar-Wechselkurses. 

Da der Euro-Dollar-Kurs oberhalb des Strikes liegt, befindet sich der Optionsschein „im Geld“. Der Call hat einen inneren Wert von: (1,216 USD – 1,15 USD) x 100 = 6,60 USD bzw. 5,43 EUR. Der Zeitwert beträgt demnach 1,34 EUR. Auf dieser Website sind weitere Kennzahlen von Optionsscheinen zu finden. Eine der wichtigsten ist das Omega bzw. der sogenannte Omega-Hebel. Er sagt aus, wie stark der Optionsschein auf eine einprozentige Änderung des Basiswerts reagiert, und ist in der Praxis aussagekräftiger als etwa der theoretische Hebel. Das heißt bei einem Omega von 11 würde der Call um etwa 11% zulegen, wenn der EUR/USD-Kurs um 1% steigt bzw. um etwa 11% fallen, wenn der EUR/USD-Kurs um 1% sinkt. 

Implizite Volatilität und die „Griechen“

Eine weitere bedeutende Kennzahl ist der Break-even. Per Definition handelt es sich hierbei um das Niveau, über das der aktuelle Kurs steigen müsste, damit der Erwerb des Basiswerts über den Call günstiger wäre. Ebenfalls wichtig sind die implizite Volatilität, also die erwartete Schwankungsbreite, die in den Optionsschein eingepreist wurde, sowie die sogenannten „Griechen“ aus dem Black-Scholes-Modell. Hierzu zählen Delta, Gamma, Theta und Vega. Auf das Black-Scholes-Modell gehen wir an dieser Stelle nicht näher ein. 


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Zuletzt aktualisiert: 22. Juni 2021

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